Das Bauberufsalter

Jedem Arbeiter, der in in einem Zweijahreszeitraum auf dem gesamten Staatsgebiet 2100 Stunden aufweisen kann, zahlt die Bauarbeiterkasse das Bauberufsalter (BBA) aus, das vom gesamtstaatlichen Tarifvertrag vorgesehen ist.
Die Auszahlung erfolgt gewöhnlich in der 1. Maiwoche jeden Jahres, und zwar mit denselben Prozeduren, die bei der Auszahlung der Hinterlegungsgelder möglich sind.
Um Anrecht auf die Auszahlung zu haben, muss der Arbeiter im Zweijahreszeitraum mindestens 2100 Stunden bei der Bauarbeiterkasse Bozen oder anderen Kassen aufweisen können.
Es zählen alle normalen Arbeitsstunden, die Schulstunden der Lehrlinge, Krankheits- und Unfallstunden, der Hochzeitsurlaub (104 Stunden) und der Wehrdienst (88 pro Monat, wenn der Arbeit wieder seinen Dienst beim Unternehmen aufnimmt, das ihn nicht entlassen haben darf).
Die Berechnungsgrundlage sind die Stunden des zweiten Jahres (Bsp: Auszahlung Mai 2019 - Zweijahrezszeitraum 10/2016 - 09/2018, ausgezahltes Jahr 10/2017 - 09/2018).
Die auszuzahlenden Beträge steigen je nach Anzahl der fortlaufenden Dienstaltersjahre.
Und so wird gerechnet: die Anzahl der gewöhnlichen Arbeitsstunden und der Schulstunden der Lehrlinge, welche tatsächlich geleistet und bei der Bauarbeiterkasse gemeldet wurden, werden mit den vom Tarifvertrag festgelegten Stundensätzen multipliziert.
Bei Tod oder 100%iger bleibender Arbeitsunfähigkeit haben die Erben oder zu die zu 100% arbeitsunfähigen Arbeiter Anrecht auf einen Betrag für 300 Stunden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden (mindestens eine BBA-Auszahlung und Einzahlungen zugunsten des Arbeiters im Zweijahreszeitraum vor dem Ereignis).
Von den auszuzahlenden BBA-Beträgen wird die Vorsteuer abgezogen. Daher stellt die Bauarbeiterkasse die CU-Bescheinigung aus, die bei der Berechnung der Einkommenssteuer zu berücksichtigen ist (Steuerausgleich am Jahresende oder Steuererklärung).

Weitere Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer 0471 - 305030